Gretchen
Gretchen war Goethes erste Liebhaberin, sie war Magd und er lernte sie auf einem Abendfest kennen. Sie brachte ihm und seinen Freunden Wein, er fand sie sofort attraktiv. Er fand heraus, dass Gretchen regelmäßig die Kirche besuchte und fing an dort auch hin zu gehen um sie zu treffen. 1764 trafen sie sich nach der Krönung des römischen Kaisers in der Stadt und gingen zusammen in ein Gasthaus, um etwas zu essen. Am Ende des Abends begleitete Goethe sie bis zu ihrer Tür und sie gab ihm einen Kuss auf die Stirn. Dieser Kuss sollte jedoch der einzige bleiben, denn Goethe sah sie nie wieder.
Anna Katharina Schönkopf
Anna Katharina war Goethes zweite Verehrerin und er traf sie im Jahre 1766. Sie aßen zusammen, bis Anna Katharina Goethe endlich erhörte. Die Eltern von Goethe wollten jedoch nicht, dass er sich mit ihr verlobt und die Eltern von Katharina wollten sie so schnell wie möglich verloben. Sie heiratete jemand anderen und brach Goethe somit das Herz. Goethe begann aus Trauer und Kummer 19 Gedichte und Posaststücke zu verfassen. Aus diesen Gedichten entstand das Buch Anette, welches er mit 16 verfasste.
An Annetten
Es nannten ihre Bücher
Die alten sonst nach Göttern,
Nach Musen und nach Freuden,
Doch keiner nach der Liebsten;
Warum sollt‘ ich, Annette,
Die Du mir Gottheit, Muse,
Und Freud mir bist, und alles,
Dieß Buch nicht auch nach Deinem
Geliebten Nahmen nennen?“

Friederike Brion
Goethes dritte Liebhaberin war Friederike Brion, er lernte sie während seines Jurastudiums kennen. Sie war die Tochter des Dorfpfarrers und Goethe und sie lernten sich im Pfarrhaus kennen. Goethe beschrieb Friederike nach dem ersten Treffen als sehr raumeinnehmend. Er und Friederike unternahmen viele gemeinsame Ausritte und sie war für ihn der Mittelpunkt der Erde. Goethe beendete die Beziehung im Jahre 1771 durch einen Brief. Friederike brach diese Trennung das Herz und sie heiratete bis zu ihrem Tode nicht mehr.
Ein grauer, trübere Morgen
Ein grauer, trüber Morgen
Bedeckt mein liebes Feld,
Im Nebel tief verborgen
Liegt um mich her die Welt.
O liebliche Friedricke,
Die Leiden des jungen Werthers
Die Leiden des jungen Werthers basiert auf der liebe von Goethe zu der vergebenen Charlotte Buff. Die Liebe von Goethe zu ihr ist sehr groß, jedoch ist sie verheiratet und nutzt ihn aus. Es bricht ihm das Herz und er verfass seine Gefühle in „Die Leiden des jungen Werthers“.
Die Leiden des jungen Werthers
Eine wunderbare Heiterkeit hat meine ganze Seele eingenommen, gleich den süßen Frühlingsmorgen, die ich mit ganzem Herzen genieße. Ich bin allein und freue mich meines Lebens in dieser Gegend, die für solche Seelen geschaffen ist wie die meine. Ich bin so glücklich, mein Bester, so ganz in dem Gefühle von ruhigem Dasein versunken, dass meine Kunst darunter leidet.
Lilli Schönemann
Lilli war seine größte und stärkste Liebe. Sie stammte aus einer adeligen Familie und der Vater betrieb eine Schnupftabak-Fabrik. Lilli war musikalisch begabt und Goethe lernte sie bei einem Hauskonzert kennen. Im Jahre 1775 verlobten sich die beiden, doch es hielt nicht lang. Die Eltern von Lilli waren jedoch gegen die Hochzeit und Goethe fühlte sich nach einiger Zeit von ihr eingeengt. Drei Jahre später heiratete Lilli einen Bankier.
Neue Liebe, neues Leben
Herz, mein Herz, was soll das geben?
Was bedränget dich so sehr?
Welch ein fremdes, neues Leben!
Ich erkenne dich nicht mehr.
Weg ist alles was du liebtest,
Weg, warum du dich betrübtest,
Weg dein Fleiß und deine Ruh –
Ach, wie kamst du nur dazu!
Fesselt dich die Jugendblüte,
Diese liebliche Gestalt,
Dieser Blick voll Treu und Güte
Mit unendlicher Gewalt?
Will ich rasch mich ihr entziehen,
Mich ermannen, ihr entfliehen,
Führet mich im Augenblick,
Ach, mein Weg zu ihr zurück.
Und an diesem Zauberfädchen,
Das sich nicht zerreißen lässt,
Hält das liebe lose Mädchen
Mich so wider Willen fest;
Muss in ihrem Zauberkreise
Leben nun auf ihre Weise.
Die Veränderung, ach, wie groß!
Liebe! Liebe! Lass mich los!
Charlotte von Stein
1775 lernte Goethe Charlotte von Stein kennen. Sie war verheiratet, so mussten Goethe und sie sich heimlich treffen. Sie begannen ihre geheimen Zeichen abzusprechen um sich zu treffen. Goethe und Charlotte schrieben sich über 1770 Zettel und Briefe, mit denen sie sich verständigten. Goethe ging plötzlich ohne Charlotte zu informieren auf seine berühmte Italienreise. Als er zurück kam, hatte er eine neue Frau namens Christiane Vulpius. Charlotte war sehr wütend und traurig und verlangte von Goethe alle ihre Briefe und Zettel zurück.
Christiane Vulpius
Christiane Vulpius lernte Goethe auf seiner Italienreise kennen. Sie sollte ihm einen Brief von ihrem Bruder geben, Goethe war sofort beeindruckt und sie verliebten sich schnell. Sie heirateten und bekamen fünf Kinder, es überlebte jedoch nur eines. Goethe schrieb aus seiner innigen Liebe zu ihr für sie am 25. Jahrestag ein Gedicht über sie. Sie blieben 28 Jahre zusammen, bis Christiane 1816 starb.
Gefunden
Ich ging im Walde
So für mich hin,
Und nichts zu suchen,
Das war mein Sinn.
Im Schatten sah ich
Ein Blümchen stehn,
Wie Sterne leuchtend,
Wie Äuglein schön.
Ich wollt es brechen,
Da sagt es fein:
Soll ich zum Welken
Gebrochen sein?
Ich grub’s mit allen
Den Würzlein aus.
Zum Garten trug ich’s
Am hübschen Haus

Verfasst von: Johanna, Ida, Carlotta, Sophie und Felina