Friedrich Schiller wurde als einer der bedeutendsten Schriftsteller am 10. November 1759 in Marbach am Neckar geboren. Er hat mit seinen Werken die literarische Welt beeinflusst. Schiller war nicht nur ein talentierter Schriftsteller, sondern auch ein engagierter Denker und Philosoph. Er setzte sich für die Freiheit ein und seine Werke spiegeln oft politische und soziale Themen. Sein Einfluss auf die deutsche Literatur ist bis heute spürbar und seine Werke werden in Schulen und Universitäten gelesen.
Schillers Kindheit
Schiller wuchs in ärmlichen Verhältnissen auf. Sein Vater war ein Offizier und Militärarzt. Seine Liebe zur Literatur und dem Theater ließ ihn früh davon träumen, Schriftsteller zu werden.
Die Karls-Schule
Im Alter von 14 Jahren musste er zur Karls-Schule des Herzogs von Württemberg gehen. Doch dies beruhte nicht auf freiwilliger Basis, denn er lebte dort unter strengstem Drill. Um der Gegenwart zu entfliehen, begann er Gedichte zu lesen. So schrieb er sein erstes Stück „Die Räuber“, welches ihn auf einen Schlag berühmt machte. Das Stück „Die Räuber“ gelangte in die Hände des Theaterdirektors Wolfgang von Dalberg und wurde als Bühnenstück aufgeführt. Schiller rebellierte viel mit seinen Stücken, so auch mit „Die Räuber“. Herzog Carl Eugen untersagte ihm mit aller Strenge das „Komödienschreiben“.

Die Flucht
Doch Schiller hörte nicht darauf und floh mit seinem Freund, dem Musiker Andreas Streicher, heimlich aus Württemberg. Nach seiner Flucht aus Württemberg versuchte Schiller mit der Hilfe von Dalberg noch ein weiteres Stück herauszubringen, doch Dalberg lehnte ab. So begann für Schiller eine Odyssee und er musste sich die nächsten Jahre lang mit großen Schulden plagen.
Schillers Werke
Trotz der großen Probleme führte Schiller seine Kariere weiter. Er fand Fans in Dresden und Leipzig, bei denen er wohnen konnte und die ihn auch finanziell unterstützten. So konnte Schiller nun „Don Karlos“ abschließen sowie die „Ode an die Freude“, die von Beethoven im vierten Satz der 9. Symphonie vertont wurde. Später, 1787, zog es Schiller nach Weimar. Hier begegnete er erstmals seinem Dichterkollegen Johann Wolfgang von Goethe. Durch Goethe erhielt Schiller 1790 eine Professur für Geschichte in Jena. Ebenfalls 1790 heiratete er Charlotte von Lengefeld. 1799 zog Schiller mit seiner Frau und seinen drei Kindern nach Weimar, um Goethe noch näher sein zu können und den dichterischen Austausch zu vertiefen. In Weimar beendete Schiller:
- „Wallenstein“
- „Maria Stuart“
- „Die Jungfrau von Orleans“
- „Die Braut von Messina“
- „Wilhelm Tell“
Viele der Stücke wurden am von Goethe geleiteten Hoftheater uraufgeführt.
Schillers Ende
Doch die Gesundheit von Schiller war ruiniert. Bereits 1791 war Schiller neben der schwelenden Malaria an einer schweren Lungen- und Rippenfellentzündung erkrankt, wovon er sich nicht mehr erholte. Kurz vor seinem Tod wurde Schiller 1802 geadelt. Dadurch verdiente er mehr Geld als vorher. Mit nur 45 Jahren starb Schiller am 9. Mai 1805 in Weimar. Mehr als zwei Jahrhunderte nach seinem Tod gilt Friedrich Schiller noch immer als Freiheitspoet und zählt zu den wichtigsten deutschen Dichtern aller Zeiten.
Von: Emily, Malu, Maren, Mari und Vicky